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die in Bingenheim eine herausragende Rolle gespielt haben.

Untertitel: Berühmte Bingenheimer



http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/bio/id/3747 (Hessische Biografie)

* 14.12.1884 Reichenbach, † 27.5.1958 Lauterbach, Begräbnisort: Hopfmannsfeld, evangelisch, Theologe, Pfarrer, Oberkirchenrat

Werdegang:

· jeweils kurze Zeit Pfarrer in Steinbach, Schönberg, Gustavsburg
· 1911 auf acht Monate Vereinsgeistlicher der Inneren Mission in Darmstadt
· 1913 in Erbach (Odenwald), Feldgeistlicher der 25. Reserve-Division im Weltkrieg
· 1922 hessischer Landesjugendpfarrer (Neugründung der Stelle)
· Superintendent und Oberkirchenrat für Rheinhessen in Mainz
· von den Nationalsozialisten 1934 abgesetzt und Pfarrer in Bingenheim
· zuletzt bei seinem Schwiegersohn, Pfarrer Helmut Roos, in Hopfmannsfeld wohnend
· Heimatforscher

Werke

· Die Evangelische Landeskirche in Hessen 1928 – 1932. Mainz, [1933]. - 183 S. 8°.
· Das Erbe der Lauterbacher Familie Schwarz in der Geistes- und Kunstgeschichte Deutschlands. Eine genealogische Studie. Lauterbach/Hessen : Hohausmuseum, 1955. - 40 S., Ill. (Lauterbacher Sammlungen 10).
· Die Entstehungsgeschichte der Burg und des Dorfes Bingenheim. Ein Beitrag zur Straßen- und Limesforschung. In: Wetterauer Geschichtsblätter 1, 1952, S. 27-47.

Vater
Zentgraf, Wilhelm, 1839-1917, Hofkaplan in Schönberg, Pfarrer in Reichenbach, Eberstadt

Mutter
Föhlisch, Marie, 1854-1924

Partner
· Clotz, Antonie, (⚭ Burgholzhausen 2.4.1913) * Altenschlirf 25.8.1890, Tochter des Adolf Clotz, Pfarrer 1885 in Altenschlirf, 1893 in Wallernhausen, 1902 in Burgholzhausen, 1931 i.R., und der Pauline Dittmar

Quellen
· Institut für Personengeschichte, Bensheim: Korrespondenz Zentgraf-Praetorius, Sammlung "Zentgraf"

Literatur
· Hermann Knodt, Wappen blühender Geschlechter des Landes Hessen, 32. Zentgraf, in: Hessische Familienkunde Bd. 2, 1953, Sp. 263-264
· Deutsches Familienarchiv, Bd. 40, S. 315 f

· L. v. Lehsten, 700 Jahre Schönberg. Dorf und Residenz im Odenwald, 2003

„Zentgraf, Rudolph“, in: Hessische Biografie <http://www.lagis-hessen.de/pnd/> (Stand: 28.2.2013)

In Bingenheim trägt eine Straße den Namen von Rudolph Zentgraf:


Superintendent und Oberkirchenrat für Rheinhessen in Mainz Rudolph Zentgraf wurde von den Nationalsozialisten 1934 abgesetzt und wurde dann Pfarrer in Bingenheim.

Sein Amt trat er am 11. Juni 1934 an. Extra für diesen Anlass trat der schon erloschene Gesangverein noch einmal zusammen, der Bürgermeister Georg Schultheiß hielt eine Begrüßungsrede und ein Blumengruß des freiwilligen weiblichen Arbeitsdienstes wurde überreicht. Zentgrafs erste Rede an seine Gemeinde enthielt das Versprechen, nur Pfarrer sein zu wollen „und sonst nichts“.

Der Beginn in Bingenheim hätte erfolgreicher kaum sein können. Die Kirche war jeden Sonntag vollbesetzt, so dass der Ortsgruppenleiter der NSDAP Schnackenberg sich sogar zu der Äußerung verstieg: „Wenn sie hierbleiben, dann müssen wir die Kirche größer bauen!“

Für die Bewohner der kleinen Landgemeinde Bingenheim waren vor allem die Abendvorträge Zentgrafs von besonderer Faszination, die er jeden Sonntag im zweiten Gottesdienst hielt. Er berichtete hier über viele Bereiche der „Liebesarbeit“ der Kirche - im Besonderen über die Äußere Mission - unterstützt von einem modernen Lehrmittel: einem Leitzepidiaskop, „das mir die Projektion von Bildern aller Art in klarstem Lichtbild ermöglichte. Es ist ein ausgezeichnetes Lehrmittel.“

(Quelle: Magisterarbeit von Steffen Roos über seines Urgroßvaters Rolle im "Kirchenkampf")


Das Foto zeigt Rudolph Zentgraf mit seiner Frau Antonia Emilie Agnes Math. Zentgraf, geb. Clotz.



Siehe auch: http://biographien.kulturimpuls.org/detail.php?&id=663

Arzt, Musiker, Heilpädagoge.
†21.02.1987 Bingenheim (Deutschland)
*22.04.1909 Grünberg, Schlesien (damals Deutschland)

Gotthard Starke wirkte für die anthroposophische Heilpädagogik, ihren Sozial- und Kulturimpuls jahrzehntelang von Schloss Bingenheim bei Friedberg/Hessen aus – später der Lebensgemeinschaft Bingenheim – mit starker überregionaler Wirksamkeit. Er begründete den Verlag und die Zeitschrift „Das seelenpflegebedürftige Kind“ und setzte sich unter anderem intensiv für den Aufbau einer bundesweiten Zusammenarbeit innerhalb der anthroposophischen Heilpädagogik ein durch Mitbegründung der Vereinigung der Heil- und Erziehungsinstitute für seelenpflegebedürftige Kinder, aus der sich später der Verband anthroposophischer Einrichtungen für Heilpädagogik, Sozialtherapie und soziale Arbeit entwickelte. Gotthard Starke wurde als zweiter von drei Söhnen einer Lehrerfamilie in Grünberg/Schlesien geboren. Zeitlebens sprach er mit großer Dankbarkeit und Achtung von seinem Elternhaus. Wesentliche Kindheitseindrücke sind die Begegnung mit der Musik, dem Theaterspiel, aber auch die Enttäuschung seines religiösen Suchens durch die Konfirmation. So wandte er sich der Jugendbewegung (Wandervogel) zu und fand durch den älteren Bruder Georg zu einer ersten Begegnung mit der Anthroposophie. Nach dem Abitur begann er in Berlin ein Studium der Philosophie, Geschichte und Musik, das er 1932 mit dem Staatsexamen in Musik abschloss. Er tauchte stark in das besondere geistig-kulturelle Klima Berlins zwischen Ost und West ein, erlebte aber dennoch, dass dort in der damaligen Zeit ein freies künstlerisches Wirken nicht möglich sein würde und ging – wiederum durch den Bruder vermittelt – nach Hamborn, wo er, im heilpädagogischen Zusammenhang unterrichtend, musikalisch und praktisch-pflegerisch tätig wurde.

Durch zwei für ihn lebensbestimmende Begegnungen in Hamborn – zum einen mit Ita Wegman und ihren therapeutischen und sozialen Impulsen, zum anderen mit der dort tätigen Ärztin Waltraut Hoffmann – fühlte sich Gotthard Starke im Hinblick auf eine spätere Tätigkeit innerhalb der Heilpädagogik zum Medizinstudium motiviert, das er in Berlin und Breslau absolvierte und 1941 mit dem Staatsexamen abschloss. 1942 erfolgte die Heirat mit Waltraut Hoffmann und zugleich die Einberufung zur Wehrmacht, die ihn als Truppenarzt nach Pommern, Bulgarien und Makedonien führte.

Nach Kriegsende fand er mit seiner Frau und den inzwischen geborenen Kindern Michael und Martina zunächst eine Bleibe in Horn am Bodensee. Von hier aus und nach der Promotion in Marburg suchte er intensiv nach einem neuen heilpädagogischen Wirkensfeld und fand dies zunächst in Rittershain bei Bebra in einer Arbeit mit Kriegswaisen. Bald schon ergab sich die Notwendigkeit, nach einem neuen und geeigneteren Anwesen zu suchen, und so siedelte die Gemeinschaft im Sommer 1950 in das Schloss des hessischen Dorfes Bingenheim um. Hier musste unter äußerst bescheidenen Verhältnissen der äußere und innere Aufbau geleistet werden, wobei sich der Schwerpunkt zur Heilpädagogik verschob. Außer der Schul- und Lebensgemeinschaft entstanden dort nach und nach zahlreiche Werkstätten wie auch eine Gärtnerei und kleine Landwirtschaft.

Gotthard Starke war innerhalb der von ihm mit impulsierten Lebensgemeinschaft nicht so sehr und nur der fachlich kompetente Mediziner, vielmehr war es die besondere Art seines Umganges mit den heilpädagogischen Kindern, seine enorme heilpädagogische Detailkompetenz und sein Sinn für eine ästhetische Gestaltung und Kultur des Alltags, die sein Wirken besonders charakterisierten.

Heilpädagogische Einrichtungen sollten nach seinem Verständnis zugleich Inseln des kulturellen Lebens sein. Mit seinen musikalischen Fähigkeiten als Pianist, Leierspieler, Komponist und Begleiter bei vielen Eurythmieproben regte er das künstlerische Leben und die Gestaltung der Jahresfeste in Bingenheim an. Die Bingenheimer Pfingsttage waren 1952 – 76 überregional ausstrahlende kulturelle Ereignisse. Dabei wurzelte Starkes Einsatz für künstlerisch-kulturelle Lebensgestaltung nie im rein Ästhetischen, sondern vielmehr in einer religiös- spirituellen Lebenshaltung, die ihn auch zur Bildung eines überregionalen Verantwortungskreises für die Pflege des religiösen Lebens in der Heilpädagogik und Sozialtherapie, zum Engagement für die Aufgaben der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland sowie die Zusammenarbeit mit der Medizinischen Sektion am Goetheanum führte.

Wesentliche Freundschaften verbanden ihn mit Kurt-Theodor Willmann, Albrecht Strohschein und Immanuel Voegele. In persönlicher Hinsicht hatte Gotthard Starke 1958 den Tod seiner Frau und ein Jahr später den des Töchterchens Alma hinzunehmen. Mit Ina Starke-Conradski, seit 1960 Eurythmistin in Bingenheim, gewann er eine neue Lebenspartnerin für viele fruchtbare Jahre des gemeinsamen heilpädagogischen, künstlerischen und sozialen Wirkens.

Mit verschiedenen Initiativen zur Zusammenarbeit und Sozialgestaltung griff Gotthard Starke seiner Zeit voraus. So erkannte er früh die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den Eltern und Angehörigen behinderter Menschen und setzte hierzu entscheidende Impulse. Er wirkte wesentlich mit bei der Begründung und Ausgestaltung des „Lauenstein Sozialfonds“, eines überregionalen Hilfsvereins für in Not geratene Mitarbeiter. Seine Initiative zur Gründung eines eigenen Fachverbandes und anderer überregionaler Arbeitsformen sowie von Zeitschrift und Verlag wurde bereits erwähnt.

Als Gotthard Starke am 21. Februar 1987 nach längerer Krankheit im Kreise seiner Familie und Freunde in der Lebensgemeinschaft Bingenheim ruhig über die Schwelle ging, konnte er auf eine erfüllte Lebenswirksamkeit nach innen und außen zurückblicken.
                                                                                          Angelika Gäch

Werke: Mit Vierl, K.: Denkschrift. Heilpädagogik auf anthroposophischer Grundlage,
Bingenheim o. J.; Der Kulturimpuls der Anthroposophie und der anthroposophisch –
heilpädagogische Impuls – in: Der Kulturimpuls der anthroposophischen Heilpädagogik,
Bingenheim 1979; Sappho-Lieder für Singstimme und Sopranleier, Wuppertal 1987; mit Schwedeler, E.: Alte Weihnachtslieder mit neuen Leiersätzen, Bingenheim 1975; Beiträge u. 1 Musikbeilage in SbK, weitere in BeH, CH, EK, G, N, SHS, WKÄ.
Literatur: Vorstand am Goetheanum, Gotthard Starke zum 75. Geburtstag, in: N 1984, Nr. 17;
Willmann, K. T.: Zum Geburtstag von Gotthard Starke, in: MaD 1984, Nr. 148; Starke, I.:
Gotthard Starke, in: MaD 1987, Nr. 160; Wilmar, F., Glaser, H.: Gotthard Starke, in: SHS 1987,
Nr. 2; Willmann, K. T.: Gotthard Starke, in: N 1987, Nr. 47, auch in: Selg, P. [Hrsg.]:
Anthroposophische Ärzte, Dornach 2000.

Ich bedanke mich sehr herzlich bei der Forschungsstelle Kulturimpuls in Dornach für die Erlaubnis der Veröffentlichung des vorstehenden Textes.


Häusler, Otto (geb. 10.03.1907, + 30.11.1987), Bürgermeister von 1967 – 1972

Otto Häusler war der letzte Bürgermeister der einst selbstständigen Gemeinde Bingenheim. Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen erfolgte am 1. August 1972 die Eingliederung von  Bingenheim in die neue „Großgemeinde“ Echzell.

Sargk, Adolf (geb. 22.02.1899, + 01.07.1972), Bürgermeister von 1945 – 1967

Adolf Sargk wurde im April 1945 zunächst von der Militärregierung eingesetzt, bei den ersten freien Wahlen im März 1946 dann einstimmig in diesem Amt bestätigt.

Schnackenberg, Klaus Heinrich (geb. 22.02.1899, Sterbedatum nicht bekannt), Bürgermeister von 1937 – 1945

Schultheiß, Georg (geb. 18.08.1870, + 17.09.1938), Bürgermeister von 1926 – 1937

Die nachstehenden Personen waren vor Georg Schultheiß Bürgermeister in Bingenheim. Wer in welchen Jahren Bürgermeister war, ist nicht bekannt. Es konnten auch keine weiteren Personen ausfindig gemacht werden. Die Reihenfolge der nachstehenden Auflistung erfolgte abhängig vom Geburtsjahr.

Müller, Philipp Wilhelm (geb. 07.10.1872, + unbekannt)


MÜLLER, Johann Kaspar
* 10.06.1846 in Bingenheim
+ 12.11.1906 in Bingenheim
Bemerkungen:
Konfession: ev.
Alter: 60 J
getauft: 21.06.1846 in Bingenheim
Taufpaten: Haas, J.K.; S. d. + Johs.; Ackermann
Großherzoglicher Bürgermeister
Beruf: Ackermann

In 1. Ehe verheiratet mit
Margaretha BAUER
* 03.02.1848 in Bingenheim
+ 16.05.1873 in Bingenheim
oo 29.10.1871 in Bingenheim

In 2. Ehe verheiratet mit (Schwester von 1.)
Johannetta Henriette BAUER
* 12.12.1842 in Bingenheim
+ 07.07.1878 in Bingenheim
oo 15.03.1874 in Bingenheim

Lahm, Johann Georg (geb. 08.05.1819 in Bingenheim, + 01.03.1901 in Bingenheim)

Konfession: evangelisch
Beruf: Ackermann und Bürgermeister


Das hier veröffentlichte Foto zeigt das Ehepaar Johann Georg Lahm und seine Frau Katharina, geb. Waas. Das Bild entstand aus Anlass der Goldenen Hochzeit im Jahr 1892 und befindet sich im Haus der Familie Werner Schneider in Grund-Schwalheim.

Die Tochter Karoline Elisabeth Margarethe Lahm heiratet 1864 Johannes Schneider III. Ein Vorfahre von Werner Schneider.

In einem Artikel in der Beilage des Oberhessischen Anzeigers / Neue Tageszeitung vom 23.12.1937 ist zu lesen:

„Johannes Schneider III – Dessen Frau war eine Tochter des Bürgermeisters Lahm von Bingenheim. Johannes Schneider III. ist schon im blühenden Alter von 28 Jahren gestorben. Die Witwe verpachtete das Gut an den Landwirt Karl Vetter aus Burggräfenrode und zog mit ihren beiden Kindern, von denen Gustav, der Älteste, 5 Jahre alt war, nach Bingenheim zu ihrem Vater. Gustav Schneider hat nach Entlassung aus der Volksschule die landwirtschaftliche Schule in Darmstadt besucht und war auf verschiedenen Gütern als Verwalter tätig. Im Herbst 1887 nahm die Witwe ihren Hof wieder in Bewirtschaftung und übertrug ihrem inzwischen volljährig gewordenen Sohn die Leitung.

(Der Artikel „50 Jahre Erbhofbauer – Aus dem Leben einer oberhessischen Bauernfamilie“ wurde von Philipp Stoll, Gettenau verfasst.)

Lutter, Johann Georg (geb. 19.06.1789, + 12.06.1848)

Konfession: lu
Alter: 58J,11M,23T
begraben: 14.06.1848 in Bingenheim
Großherzoglicher Bürgermeister
Beruf: Ackermann

Quelle der Personendaten: http://www.online-ofb.de/famreport.php?ofb=bingenheim&ID=I2668&nachname=M%FCLLER&modus=&lang=de