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„Vergangene Zeiten in Bingenheim“ – so der Titel eines Kalenders, den der Arbeitskreis für 2019 hat herstellen lassen. Einschließlich des Titelblattes enthält der Kalender 13 Fotos, die einen Einblick in die Bingenheimer Geschichte geben. Wir bedanken uns für die Zurverfügungstellung der Fotos.

Im Rahmen des VdK-Gesundheitstages am 8. September kann der Kalender für 8 €uro käuflich erworben werden (auch beim 1. Vorsitzenden Tiefenbach oder beim Schatzmeister G. Loth).



Der in Echzell geborene und jetzt in Frankfurt lebende Heinrich Mimberg, hat am 6. März vor zahlreichen Besuchern einen Vortrag zur „Postgeschichte Bingenheim“ gehalten. Es war eine Gemeinschaftsveranstaltung des VdK Bingenheim und des Arbeitskreises Geschichte. Eckpunkte des Vortrages waren Postgeschichte Bingenheim, Postversorgung über Echzell, Poststelle Bingenheim ab 1879, der Bahnverkehr und Ansichtskarten.

Heinrich Mimberg bei seinem Vortrag

Die Veranstaltung war gut besucht.



VdK Bingenheim und AK Bingenheimer Geschichte luden zu einem Vortrag über Landgraf Wilhelm Christoph von Hessen Bingenheim ein

Georg Renner (langjähriger Vorsitzender des Geschichtsvereins Echzell) hat am 3. Oktober 2017, 15 Uhr im Bürgerhaus Bingenheim einen Vortrag zum Thema „Landgraf Wilhelm Christoph von Hessen-Bingenheim“ gehalten. Der Vortrag gab interessante Einblicke in das Leben im Schloss Bingenheim.

Wilhelm Christoph wurde in Ober-Rosbach – wohin die Familie vor der Pest geflohen war – geboren. Sein Vater, Landgraf Friedrich I. von Hessen-Homburg, verstarb schon 1638. Die Kinder wuchsen unter der Vormundschaft ihrer Mutter Margarete Elisabeth von Leiningen-Westerburg auf.
Am 21. April 1650 heiratete Wilhelm Christoph in Darmstadt Sophie Eleonore von Hessen-Darmstadt. Diese wurde von ihrem Vater Georg II. mit dem Amt und Schloss Bingenheim belehnt. Wilhelm Christoph lebte bevorzugt in der mehrfach umgebauten und zum Schloss erweiterten ehemaligen Burg Bingenheim. Bingenheim zog er seiner eigentlichen Residenz Homburg vor und Homburg wurde im Jahre 1669 sogar verkauft, wurde er „Landgraf zu Bingenheim“ genannt.
Wilhelm Christoph, ein Freund der Dichtkunst und Wissenschaft, war Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft. Ihm wurde der Gesellschaftsname „der Geschmückte“ verliehen. Wilhelm Christoph war jedoch auch ein eifriger Anhänger der Hexenverfolgung. Wilhelm Christoph ließ in seinem kleinen Ländchen 53 Menschen, darunter fünf Kinder, hinrichten.
Wilhelm Christoph hatte mit Sophia Eleonora zwölf Kinder - alle acht Söhne starben vor dem Vater. Die Landgräfin starb bei der Geburt des zwölften Kindes, und Wilhelm Christoph heiratete 1665 in Lübeck in zweiter Ehe Anna Elisabeth von Sachsen-Lauenburg. Vor der Hochzeit hatte der vierzigjährige Witwer seine Braut nicht gesehen. „Die Prinzessin stellte sich als bucklig heraus, und zur körperlichen Liebe hatte ihr die Natur zwar den Willen, nicht aber die Fähigkeit mitgegeben“ (Herbert Rosendorfer). Nachdem ein Scheidungsversuch misslang, wurde Anna Elisabeth auf das Schloss Philippseck (bei Butzbach) abgeschoben. Sie starb dort am 27. Mai 1688 im Alter von 64 Jahren und liegt in der Krypta unter dem Chor begraben.
In seinen Siebziger Jahren hatte Wilhelm Christoph noch eine Affäre mit einem Fräulein von Lützow aus Mecklenburg. Am 27. August 1681 verstarb Wilhelm Christoph. Er ist in der Gruft des Bad Homburger Schlosses beigesetzt.
Foto: Unser Landgraf - Wikipedia





Am 22. April 2017 fand die Mitgliederversammlung der Hessischen familiengeschichtlichen Vereinigung e.V. Darmstadt in der Sampo-Halle der Lebensgemeinschaft in Bingenheim statt.

Gut 40 Mitglieder waren nach Bingenheim gekommen. Die Veranstaltung war vom AK Bingenheimer Geschichte mit tatkräftiger Unterstützung der NABU-Gruppe organisiert worden. Ganz herzlichen Dank an Sven Schuchmann und seine Mannen.
Nach dem Mittagessen gab Josef Tiefenbach einen Überblick über die Bingenheimer Geschichte und Georg Renner referierte sehr lebendig (leider mit wenig Zeit) über unseren Landgrafen Wilhelm Christoph von Hessen Bingenheim. Der Arbeitskreis wird diesen Vortrag in absehbarer Zeit noch mal anbieten.

Anschließend führte Kim Bai von der Lebensgemeinschaft die Teilnehmer durch die Einrichtungen der Lebensgemeinschaft. „Wir wussten gar nicht, dass es in Bingenheim so eine große Einrichtung gibt“, war von vielen Teilnehmern zu hören.

Den Abschluss bildete die Besichtigung der Bingenheimer Kirche. Pfarrer Joachim Sylla gab einen Einblick in die Geschichte der Bingenheimer Kirche. Die Hessische familiengeschichtliche Vereinigung wurde 1921 mit dem Zweck gegründet die Familienkunde zu pflegen und die Mitglieder bei ihren Forschungen zu unterstützen.


- 20170422_Vortrag Geschichte Bingenheim.pdf

Anschließend führte Kim Bai von der Lebensgemeinschaft die Teilnehmer durch die Einrichtungen der Lebensgemeinschaft. „Wir wussten gar nicht, dass es in Bingenheim so eine große Einrichtung gibt“, war von vielen Teilnehmern zu hören.


Den Abschluss bildete die Besichtigung der Bingenheimer Kirche. Pfarrer Joachim Sylla gab einen Einblick in die Geschichte der Bingenheimer Kirche.

Hessische familiengeschichtliche VereinigungDie wurde 1921 mit dem Zweck gegründet die Familienkunde zu pflegen und die Mitglieder bei ihren Forschungen zu unterstützen.
Das Arbeitsgebiet der Hessischen familiengeschichtlichen Vereinigung e. V. umfasst die drei ehemaligen Provinzen des alten Großherzogtums Hessen bzw. des Volksstaats Hessen: Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen (hier nur 1816-1945). Es deckt sich dadurch mit dem Arbeitsbereich des Hessischen Staatsarchivs in Darmstadt.

Die Hessische familiengeschichtliche Vereinigung hat sich bereits 1921 die Aufgabe gestellt, alle Freunde der Familien- und Wappenkunde zusammenzuführen mit dem Zweck, die Familienkunde zu pflegen und die Mitglieder bei ihren Forschungen zu unterstützen. Gemeinsam beschaffen sie die dafür erforderlichen Hilfsmittel und beraten sich gegenseitig. Einzelpersonen sind meist nicht in der Lage, die zahlreichen in- und ausländischen Fachzeitschriften zu beziehen und auszuwerten. Der günstige Umstand, dass Geschäftsstelle und Bücherei in den Räumen des Staatsarchivs untergebracht sind, erleichtert die Durchführung der Arbeiten der Vereinigung. 

Die Vereinigung erteilt gegen Erstattung von Porto Auskünfte an ihre Mitglieder und liefert den Nachweis familienkundlicher Quellen in einem festzulegenden Ausmaß. Sie ermöglicht den Austausch von Forschungsergebnissen und trägt dadurch zur Einsparung von viel Mühe und Doppelarbeit bei. Sie besitzt eine stattliche Sammlung familien- und wappenkundlicher Arbeiten, wie Ahnen- und Stammtafeln, einschlägiger Bücher und Zeitschriften sowie umfangreicher Karteien, die laufend ergänzt werden. 

In den letzten Jahren werden zunehmend Computer für die genealogische Arbeit eingesetzt. Das hat vor allem jüngere Mitglieder angeregt, sich verstärkt mit der Familienforschung zu befassen. Auch in unserer Vereinigung sind viele Mitglieder dabei, Kirchenbücher und andere schwer zugängliche Originalquellen in Datenbanken einzugeben und für eine spätere Veröffentlichung aufzubereiten. 
Der Computer bietet eine einzigartige Möglichkeit, Daten untereinander auszutauschen. Aus diesem Grunde beteiligt sich die Vereinigung an der Aktion 'Forscherkontakte' [FOKO] der DAGV (Deutsche Arbeitsgemeinschaft Genealogischer Verbände e.V.). Hier werden erforschte Namen in räumlicher und zeitlicher Beziehung nachgewiesen, zwischen den Vereinen ausgetauscht und veröffentlicht, als Buch, oder auf Datenträger. Die Datenbank kann auch online abgefragt werden. Dadurch kann man leicht feststellen, welche Namen schon von anderen Familienforschern bearbeitet wurden, und viel unnötige Doppelarbeit wird vermieden. 

Für familiengeschichtlich Interessierte lohnt es sich, Mitglied zu werden. Mehr unter: www.hfv-ev.de/



2. Vortrag beim VdK-Treffen am 5. Januar 2015 im Bürgerhaus Bingenheim, mit neuen Themen und vielen neuen Fotos:


Vortrag_VdK_20160105.pdf

Vortrag beim VdK-Treffen am 3. März 2015 im Bürgerhaus Bingenheim


Vortrag__20150303.pdf

Das Wappen der ehemals selbständigen Gemeinde Bingenheim. Seit der Gebietsreform in den Siebzigern Teil der Gemeinde Echzell. Die Eingliederung von Bingenheim erfolgte am 1. August 1972.

Das abgebildete Wappen in Farbe aus Holz wurde uns aus privatem Besitz zur Verfügung gestellt. Wer hat in der Schule gut aufgepasst und weiß noch, was die Abbildungen bedeuten? Blasonierung (Wappenbe-schreibung)  des Bingenheimer Wappen:
In Silber ein roter steinerner Gerichtstisch unter einer grünen Linde auf grünem Boden, um deren Stamm sich eine goldene Rute schlingt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bingenheim#


Urgeschichte
Erste Besiedlungen sind durch archäologische Funde und Hügelgräber im Bingenheimer Wald für die Zeit der Michelsberger Kultur nachgewiesen. Bingenheim liegt am Obergermanisch-Raetischen Limes. Südlich des Ortes befand sich in der Römerzeit das Kleinkastell Lochberg.

Mittelalter
Im Jahre 817 schenkte Ludwig der Fromme dem Kloster Fulda die bei Echzell gelegene kleine Burg Bingenheim. Echzell und die Burg bildeten vermutlich eine kleine Mark; die Zahl der dazugehörigen Güter ist mit ungefähr 187 angegeben.[1] Um diese Keimzelle herum schuf sich die Abtei im Laufe der folgenden Jahrhunderte die sogenannte Fuldische Mark. Die Burg Bingenheim blieb fuldischer Eigenbesitz, die Vogtei über die Fuldische Mark dagegen wurde als Lehen an weltliche Herren gegeben. Anfangs war die Vogtei möglicherweise in der Hand der Grafen von Nürings, kam aber um die Mitte des 11. Jahrhunderts an Volkold I. von Malsburg, der damit zum Begründer des Geschlechts der Grafen von Nidda wurde.

Im Jahr 1357 erhielt der Fuldaer Abt Heinrich von Kranlucken von Kaiser Karl IV. die Erlaubnis, vor seiner Burg Bingenheim eine Stadt zu gründen, sie zu befestigen und dort einmal wöchentlich einen Markt abzuhalten; später erscheint Bingenheim jedoch wieder als Dorf.[3]

Neuzeit
In der frühen Neuzeit finden Hexenprozesse statt. Das erste Opfer war 1652 ein gewisser Hans Rau aus Berstadt, der diesem Hexenwahn zum Opfer fiel. Gerichtsakten dazu liegen noch heute im Staatsarchiv in Darmstadt/Hessen. Ein Roman von Georg Schäfer greift dieses Thema unter Benutzung dieser vorhandenen Originalakten auf. Zu der 1200-Jahr-Feier im Jahre 1982 der Gemeinde Echzell wurde das Stück „Die Hexe von Bingenheim“ unter der Leitung von Gitta von Zittwitz und Ursula Koch mit sehr grossen Erfolg uraufgeführt.

Am 1. August 1972 wurde Bingenheim in die Gemeinde Echzell eingegliedert.[4]

 Wissenswert
·         Im ehemaligen Schloss aus dem 17. Jahrhundert ist seit 1950 die Lebensgemeinschaft Bingenheim, eine anthroposophische Einrichtung mit Schule für Behinderte, untergebracht. Im Jahre 1991 wurde ein Bürgerzentrum errichtet.

·         Im Ort gibt es sowohl eine evangelische wie auch eine neuapostolische Kirche. Für die jungen Einwohner stehen zwei Kindergärten mit je zwei Gruppen zur Verfügung, nämlich der gemeindliche Kindergarten Lilliput und der Waldorf-Kindergarten.

·         Durch Bingenheim verläuft die Landesstraße 3188.

·         Im Jahr 1877 begann man in Bingenheim mit dem industriellen Abbau von Basalt. Noch heute wird im südlichen Bereich in einem Steinbruch Basalt abgebaut. Alte Abbauwände in den nahe gelegenen Wäldern deuten aber darauf hin, dass bereits zur Zeit der römischen Besiedlung Basaltgestein primitiv gewonnen wurde.

Weblinks

Historisches Ortslexikon LAGIS-hessen.de: „Bingenheim, Gemeinde Echzell“ (Stand: 15. Februar 2011)

Einzelnachweise

http://books.google.com/books?id=CnoAAAAAcAAJ&pg=PA117&lpg=PA112&ots=bixeWzdDmL&dq=echzell+fuldische+mark&output=text#c_top Joh. Ernst Christian Schmidt, Geschichte des Großherzogthums Hessen, Zweyter Band, Verlag Georg Friedrich Heyer, Giessen 1819 (S. 112–113)

1.   Daniel Meisner/ Eberhard Kieser: Thesaurus Philopoliticus oder Politisches Schatzkästlein Bd. 2, Faksimile-Neudruck der Ausgabe Frankfurt/ Main 1625-1626 u. 1627-1631, Nördlingen 1992, Buch 5, Nr. 7.

2.   http://books.google.com/books?id=CnoAAAAAcAAJ&pg=PA117&lpg=PA112&ots=bixeWzdDmL&dq=echzell+fuldische+mark&output=text#c_top Joh. Ernst Christian Schmidt, Geschichte des Grosherzogthums Hessen, Zweyter Band, Verlag Georg Friedrich Heyer, Giessen 1819 (S. 112–113)

3.   Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 353.